Moschino SS 2012: Cowboys, Torreros und Carmen-Chic

Was tun wenn man sich nicht zwischen Cowboys, rassigem Carmen-Chic und spanischem Torrero-Flair entscheiden kann? Ganz einfach, man macht es wie Moschino-Chefdesignerin Rosella Tarabini und lässt beide Inspirationsquellen in seine SS 2012 Kollektion einfließen. Das Resultat:

  • Für den Torrero-Look: opulent besticke Kurzjacken, dazu weisse Blusen mit schwarzen Maschen und Leggings.
  • Für den Carmen-Chic: weisse Spitzenkleider, goldene Kreolen, Folklore-Stickereien, Carmen-Blusen und Kleider mit romantischen Volants.
  • Für den Cowboy-Stil: Lederfransen auf Jacken, Kleidern und Hosen, coole Cowboyhüte und ein paar Indianer-Einflüsse.

Dann vermischt man alle Elemente miteinander also Carmen-Spitze zum Torrero-Bolero oder Cowboy-Fransen zum Carmen-Kleid und fertig ist die Kollektion! Auch wenn diese schön anzusehen ist, und vor allem die aufwendig gefertigte Torrero-Mode für Begeisterung sorgt, muss ich doch zugeben, dass mir die gesamte Kollektion ein wenig zu “kostümiert” wirkt …

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25
Sep
2011

Blumarine SS 2012: Die wohl hässlichste Kollektion aller Zeiten!

Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon lange nicht mehr eine so hässliche Kollektion bei den internationalen Modewochen, und schon gar nicht Mailand, gesehen habe. Blumarine scheint in seiner SS 2012 Kollektion vor lauter Blütenrausch den Sinn für Ästhetik verloren zu haben.

Hier reihen sich Blütenketten, an Blütenapplikationen, an Blütenarmbänder und Blütengürtel. Getragen zu Blütenohrringen, Blütenschuhen, Baströckchen und Bast-Sandalatten. Hier noch mal ordentlich Pailletten dazu, da noch mal knallige Farben mit exotischen Floral-Prints und fertig ist der Mode-Grauss! Mehr ist hier eindeutig zu viel! Denn überladene Opulenz und Kitsch, kann cool sein, aber hier gehört ein “gewusst wie” dazu, das Blumarine eindeutig vermissen lässt …

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25
Sep
2011

D&G SS 2011: Walle, walle und bye, bye!

Die letzte Kollektion des Designer-Duos Domenico Dolce und Stefano Gabbana für ihre Zweitlinie D&G war eine wahre Explosion an Farben und Mustern. Es dominierten wallende, bodenlange Sommerkleider aus hauchzarten Stoffen wie Chiffon und Seide, die – das traue ich mich jetzt schon zu sagen – im Sommer garantiert in fast jedem Hollywood-Promi-Schrank zu finden sein werden.

  • 1. weil sie einfach wunderschön sind und sich jede Frau darin unglaublich feminin fühlt,
  • 2. weil weite Maxikleider im Sommer wunderbar luftig sind & Problemzonen gekonnt kaschieren
  • 3. weil es wie gesagt die letzte Kolletion von D&G ist, was sie zu etwas Besonderem macht.

Dazu wurden zum Sound von “Kiss Sex Machine Remix” von Prince vs. James Brown flache Sandalen getragen. Bis auf rot-weisse Punkte, die mir in den sonst so stimmigen Muster-Mischungen unangenehm auffielen, war die Kollektion ein gebührender Abschied. Sie erinnerte mich ein wenig an ein Zusammentreffen unzähliger bunt bedruckten Seidentüchern, die zur Kleidern umgenäht wurden. Gipsy-Einflüsse waren mit den schulterfreien, gerafften Carmen-Ausschnitten und den grossen Gold-Ohrringen zu erkennen.

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Die Entscheidung ihre 1994 gegründetet Zweitlinie nicht fortzuführen, kommentierten die beiden Designer wie folgt: “Wir durchlaufen momentan eine sehr glückliche Zeit in unserem Leben. In den zukünftigen Saisons wird D&G Teil von Dolce & Gabbana werden, um unseren Kollektionen noch mehr Kraft und Energie verleihen zu können. Für uns ist es, als würden wir zu den Anfängen unseres Abenteuers zurückkehren: Wir haben unzählige Ideen. Viele unserer Projekte werden auf die gleiche Weise starten wie vor vielen Jahren, als D&G entstand. Das ist unsere neue Realität. Und wir sind sehr froh darüber.“ (vogue.de)

24
Sep
2011

Prada SS 2012: Plisseefalten, Pastells & Tapetenprints

 

Gestern um 18:00 war es endlich soweit, die Kollektion, auf die alle Fashionistas Saison für Saison besonders gespannt sind, wurde in Mailand präsentiert: Prada. Kein Wunder, gilt doch alles was Chefdesignerin Miuccia Prada auf dem Laufsteg zeigt, seit Jahren als Insider-Tipp für besonders populäre Modetrends. Die erste Überraschung gab es gleich beim Einlass: die Gäste der Prada-Show wurden auf riesigen Autos aus Gummi geseatet.

Es folgte eine Kollektion, die unübersehbar an den flotten 50er Jahren inspiriert war: zarte Pastellfarben, die an bunte Zuckerln erinnern. Schwingene Röcke und Kleider mit Plisseefalten, die knapp überm Knie endeten. Knappe Bandeautops, die ein gestähltes Bäuchlein verlangen. Comic anmutenden Auto-Zeichnungen. Taillenhohe, hautenge Bleistiftröcke aus Leder oder mit Blumen verziert. Und zu guter letzt kunterbunte Retro-Prints, die an abstrakte Blumentapeten aus vergangenen Zeiten erinnern. Musik von Mirelle Mathieu lieferte die musikalische Untermalung.

Alles in allem: wieder mal grossartig, wieder mal Prada! Schade nur, dass nicht mal etwas ganz Neues kommen kann, sondern sich die heutigen Designer immer an den letzten Jahrzehnten inspirieren und diese dann in abgewandelter Form präsentieren. Die Designer der 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er und 80er Jahre, haben damals doch bitte auch etwas komplett Neues geschaffen ohne zu kopieren …

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Fotos: style.com

23
Sep
2011

Gucci SS 2012: die Charlestonkleider der 20er Jahre kommen wieder!

Mein erstes Highlight der Fashionweeks SS 2011 habe ich bereits gefunden – es ist, welch Überraschung, wieder einmal die Kollektion von Frida Giannini für Gucci. Schwarz, Weiss, Gold und Grün waren hier die dominanten Farben. Dazu gab es grafische Muster und sparsam Animal-Prints.

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Für einen femininen Look wurden entzückende Charleston-Kleider mit tiefer Taille, schwingenden
Fransen und einer neuen Länge (bis knapp überm Knie) eben ganz im 20ies Flair vorgeführt.

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Für einen maskulinen Look kombinierte die Chefdesignerin schwarze Karottenhosen mit Bundfalten
und opulenten Kurzjacken.

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“Ich wollte mich mit der visuellen Seite der Weiblichkeit auseinandersetzen, indem man skulpturalen
Glamour für die Gucci Frau kreiert”, erklärte Frida Giannini nach der Show (vogue.de), die übrigens
mitNina Hagens “Naturträne” und “Love in Motion” von SebastiAn feat. Mayer Hawthorne musikalisch
untermalt wurde.

Der Gucci Krieg Cover An dieser Stelle möchte ich Euch noch ein Buch nahe legen, dass mir neulich in die Hände gefallen ist und mir ausgesprochen gut gefallen hat: “Der Gucci Krieg” von Jenny Gucci – hier bekommt man von der Ex-Frau eines Gucci-Clan-Mitglieds höchstpersönlich, die ganze Familien-Saga erzählt! Grandios! Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen!

Fotos: style.com

22
Sep
2011




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